QIDF

QIDF-Journal 10 / 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Jahr mit vielen spannenden Themen neigt sich allmählich dem Ende zu.

In unserer heutigen Ausgabe des QIDF-Journals möchten wir Ihnen aus aktuellem Anlass zwei weitere interessante Themen, die uns auch in den nächsten Jahren begleiten werden, vorstellen.

Zum einen geht es um die Notwendigkeit von Standards in der Finanzberatung. Dafür haben wir ein kleines Interview mit dem stellvertretenden Obmann im DIN-Ausschuss in Berlin und Senior Qualitätsmanager unseres Tochterunternehmens der GfQ - Mathias Grellert - für Sie vorbereitet.

Des Weiteren werden wir Ihnen noch in diesem Jahr eine Zertifizierung im Geschäfts- bzw. Firmenkundenbereich anbieten können. Aktuell erreichen uns viele Anfragen von Gewinnern des Firmenkunden-City Contest aus dem vergangenen Jahr, ob wir 2017 den „FK-Test“ nicht fortführen wollen. Weiterhin gilt, dass wir künftig jeden Vergleichstest „im Abgleich mit einem DIN-Regelwerk“ durchführen wollen; das gilt in dem Fall auch für die „Firmenkundenberatung“. Wir arbeiten bereits mit Hochdruck an einer „DIN SPEC“ für Geschäftskunden bzw. prüfen aktuell, ob eine solche Entwicklung genug Fürsprecher findet. Deshalb rechnen wir frühestens Ende 2017 mit Ergebnissen.

Als sehr gute Alternative bieten wir Ihnen eine Zertifizierung Ihrer Beratungsprozesse im Bereich Geschäfts- und Firmenkunden an.

Wir hoffen sehr, dass wir wieder ein paar spannende Themen auch für Ihr Haus „im Gepäck“ haben und freuen uns sehr darauf, mit Ihnen persönlich in Kontakt zu treten.

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen Ihnen

Markus Gauder und Kai Fürderer

Interview

Interview mit dem stellvertretenden Obmann im DIN-Ausschuss, Mathias Grellert


Warum sind Standards notwendig?
Standards stehen für eine Art „qualitative Garantie“, die dazu führt, dass die Leistungserbringung „Finanzberatung“ in gewisser Weise berechenbar ist. Wir sind davon überzeugt, dass die Qualität weder vom Berater noch vom Zufall abhängig sein darf. Deshalb dienen bundesweite Standards dem Kunden als Sicherheit und institutsbezogene Drehbücher stehen dann sogar für ein weiterführendes (meist auch breiter gefasstes) Leistungsversprechen.

Sind Standards wichtiger als der geäußerte Kundenwunsch?
JEIN – der Kundenwunsch sollte immer vorranging und hoch priorisiert sein. Deshalb darf eine ganzheitliche Finanzanalyse nicht immer pauschal wichtiger sein, da der Kunde das weder verstehen noch gutheißen würde. ABER wir halten es für wichtig, dass man dem Kunden das Angebot einer solchen Analyse (für die Erfüllung des konkreten Wunsches) – mit einer Nutzenargumentation – anbietet und dies im ersten Schritt auch in max. 10 Minuten realisierbar sein sollte. Dann sollte dies auf jeden Fall in mind. 90% der Kundengespräche im beidseitigen Interesse stattfinden, damit der Kunde auf Basis dessen eine bessere Entscheidung treffen kann (selbst wenn er sich danach weiterhin für die vorrangige Umsetzung seines Anliegens entscheidet – bspw. eine Auslandskrankenversicherung o.ä.).

Welches Ziel hat die neue DIN NORM für die Finanzberatung?
Die DIN SPEC 77222 und die darauf aufbauende DIN NORM haben das Ziel, dass die Bedarfs- bzw. Finanzanalyse für Privatpersonen bundesweit einheitlich stattfindet und bei der Frage „Welche Bedarfe sind für welche Kunden existentiell?“ einheitlich beantwortet wird (zumindest in der Mindestausstattung, um die sich jede Finanzberatung kümmern muss) – so wie bei einer Blutbildanalyse in einem medizinischen Labor. Das gilt sowohl für die „Muss-Themen“ als auch für die jeweiligen „Soll-Werte“ im Rahmen von Empfehlungen.

Einen ausführlichen Beitrag zum Thema „Notwendigkeit von Standards in der Beratung“ können Sie hier nachlesen. 

Darüber hinaus finden Sie hier auch einen aktuellen Beitrag von Herrn Fürderer auf dem „Bank-Blog“ zum Thema „Beratungsqualität als Wettbewerbsvorteil und Alleinstellungsmerkmal der (guten) Filialbanken“.

Zertifizierung

Geprüfte Beratungsqualität

Zertifizierung im Bereich Geschäfts- und Firmenkunden 

Der neue DIN City Contest ist seit Juli dieses Jahres bereits sehr gut angenommen worden. Doch immer wieder erreichen uns Fragen, ob es im Jahr 2017 kein Testformat für die Geschäfts-bzw. Firmenkunden gibt. Aktuell gibt es zu diesem Bereich noch keine DIN SPEC o.ä.; unser Drehbuch soll aber die Basis für ein solches „DIN-Regelwerk“ darstellen, dessen Machbarkeit wir aktuell prüfen.

Bis zur finalen Verwirklichung und Umsetzung möchten wir Ihnen dennoch die Möglichkeit bieten, den Bereich Geschäfts- bzw. Firmenkunden von uns analysieren und im positiven Fall auch im Nachgang auszeichnen zu lassen.

Das Projekt bzw. der Prozess wird von unserem Tochterunternehmen - der GfQ - durchgeführt und wird in drei Prozessschritten ablaufen:

Schritt 1: Überprüfung der Möglichkeit einer Zertifizierung im „Live-Betrieb“ mit offenen Testkäufen (als Art „Machbarkeitsanalyse“)

Schritt 2: Audit vor Ort mit einem umfangreichen Fragebogen der GfQ, um den Erreichungsgrad im Detail zu ermitteln. Bestimmung der Zielerreichung anhand der GfQ-Benchmark

Schritt 3: Erstellung eines Zertifzierungsberichts und auf Basis dessen Versand der Auszeichnung „Exzellente Beratungsqualität“ zur öffentlichkeitswirksamen Nutzung für die Dauer von 24 Monaten

Wir haben Ihnen dafür ein Factsheet mit allen wesentlichen Informationen vorbereitet, welches Sie hier finden. 

Für weitere Informationen oder konkrete Terminanfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.