05.12.2018

Umfrage – Banken nehmen Digitalisierung nicht ernst genug

Das Thema Digitalisierung sollte angesichts des sich wandelnden Kundenverhaltens sowie der Ambitionen von IT-Giganten wie Google und Apple im Bereich Finanzdienstleistungen für Banken eine wichtige Rolle spielen. Doch eine aktuelle Studie belegt eher das Gegenteil: So sehen lediglich 44 Prozent der Entscheider in deutschen Kreditinstituten derzeit großen Handlungsbedarf hinsichtlich einer Ausweitung des digitalen Angebots ihres Hauses. Das ist eines der Kernergebnisse einer Umfrage der auf Banken spezialisierte Unternehmensberatung Procedera Consult durchgeführt wurde. Sie basiert auf Angaben von 104 Fach- und Führungskräften aus dem Bankensektor, die online zum Stand des Prozessmanagements befragt wurden.

Kostensenkung hat oberste Priorität

Als wichtigste Aufgabe sehen 63 Prozent der Befragten die Senkung von Kosten, was sie über geringere Ausgaben sowie die Optimierung interner Abläufe und Prozesse erreichen wollen. 27 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben zudem an, dass viele Mitarbeiter in Führungspositionen die Bankenaufsicht BaFin mittlerweile als wichtigsten Kunden wahrnehmen. „Der Endkunde genießt immer noch zu selten die höchste Aufmerksamkeit von Bankvorständen“, kommentiert Procedera-Geschäftsführer Gisbert Beckmann die Antworten der Befragten.

Nur rund jede dritte Bank arbeitet am Ausbau ihres Digitalangebots

Zudem tüftelt – laut Umfrage – lediglich rund jede dritte Bank an neuen digitalen Angeboten und Serviceleistungen. Und nur rund jede sechste Bank beschäftigt sich damit, ihr Geschäft grundlegend zu überarbeiten und zu modernisieren. Vor allem die veraltete Technik erweist sich als eines der größten Hemmnisse beim Ausbau der Digitalisierung. „Viele Häuser arbeiten mit Behelfslösungen, die um das Kernbanksystem herum aufgebaut werden, um eine digitale Fassade zu errichten“, gibt Beckmann zu bedenken und führt eine gängige Praxis beim Mobile Banking als Beispiel an: So handele es sich bei einer Überweisung, die der Kunde auf seinem Smartphone vermeintlich in Echtzeit tätige, häufig lediglich um einen zwischengespeicherten Auftrag, der erst über Nacht in die zentrale Datenbank eingepflegt und mit entsprechendem Zeitverzug ausgeführt werde.

Banken hinken hinter der US-Konkurrenz her

Beckmann zufolge reichen solche Bemühungen jedoch nicht aus, um dauerhaft beim Kunden zu punkten. Banken sollten jetzt vielmehr damit beginnen, intensiv Personal in den Bereichen IT und Betriebsorganisation aufzustocken und zu schulen. Insbesondere bei den Prozessen und der Zusammenarbeit mit digitalen Partnern müssten die Institute aufschließen, so der Stratege. „Verglichen mit den USA stehen die deutschen Banken heute schlechter da als noch vor der Finanzkrise“, gibt Beckmann zu bedenken. Er ist der Ansicht, dass die Branche hierzulande zu zaghaft war und sich zu wenig selbst hinterfragt hat.

QIDF bietet Lösungsansätze

Wie die von Beckmann dringend angeratene Zusammenarbeit mit digitalen Partnern aussehen kann und wie sich die internen Prozesse insbesondere im Beratungsalltag effizienter und damit kostensparender gestalten lassen, zeigen die Lösungsansätze der Gesellschaft für Qualitätsentwicklung in der Finanzberatung (QIDF) auf: So bietet sich mit den Beratungstool FinGOAL! (einer Tochter der QIDF-Gruppe) für Banken die Möglichkeit, den Beratungsalltag ihrer Mitarbeiter deutlich zu vereinfachen und gleichzeitig für ein optimales Kundenerlebnis zu sorgen. Zusätzlich lässt sich die Beratungsqualität mit Hilfe der verschiedenen Beratungsmodule der QIDF die Qualität der Beratung zusätzlich optimieren und regelmäßig durchleuchten.

 

Fotoquelle: Shutterstock – Christian Horz ID 1108624601

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