02.03.2020

Strafzinsen – Chance oder Desaster für Sparer?

Sparer überall auf der Welt sind verunsichert. Sparen wird nun bestraft durch sogenannte Strafzinsen? Verkehrte Welt! Oder doch nicht?

Bereits seit zehn Jahren kann man verfolgen, wie die Zinsen immer weniger werden bzw. sich das Zinsniveau immer weiter reduziert; zur großen Freude der Kunden mit Immobilienfinanzierungen bzw. der Bürger mit neu abzuschließenden Baufinanzierungen.

Seltsamerweise hat das den normalen Sparer nicht wirklich interessiert, so lange noch irgendetwas zu kriegen war.
Jetzt, da auf Sparguthaben Strafzinsen anfallen, geht ein Aufschrei durch die Gruppe der Sparer.

Doch sollte man diese Entwicklung nicht eher als Chance verstehen? Jetzt wird – zugegeben in aller Härte – deutlich, dass es bereits seit Jahren auf normale Sparguthaben, auf Tagesgeldkonten etc. keine Gewinner mehr gibt; vor allem, wenn man sich die reale Verzinsung (nach Inflation) anschaut. Also höchste Zeit, über andere Sparformen bzw. Alternativen nachzudenken, die langfristig mehr Ertrag versprechen.

Hier empfiehlt es sich, eine genaue Analyse zu erstellen, welches Geld für welche Zwecke angelegt bzw. zur Seite gelegt werden sollte. Schluss mit „bloßem Hamstern auf Sparkonten“!

Grundsätzlich sollte man einen überschaubaren Betrag jederzeit auf einem Tagesgeldkonto verfügbar haben, damit man im Notfall auf ein kleines (Finanz-) Polster (die sog. „eiserne Reserve“) zurückgreifen kann. Hier reichen aber in der Regel 2-3 Monatsgehälter. Die Verluste durch Strafzinsen kann man hier in Kauf nehmen, da die Sicherheit und die gleichzeitige (tägliche) Verfügbarkeit im Fokus stehen.

Verfügt der Sparer allerdings über größere Beträge, die für den Aufbau einer Altersvorsorge, die Ausbildung der Kinder in einigen Jahren oder andere längerfristige Ziele vorgesehen sind, dann kann (oder muss sogar) ein Börsensparplan bzw. eine Geldanlage in Wertpapieren das Mittel der Wahl sein.

Gerade bei einem Fondssparplan werden immer gleiche Beträge angelegt und man kann über einen längeren Zeitraum vernünftige Beträge ansparen und profitiert in Zeiten fallender Kurse sogar, da man günstiger nachkauft und damit den Einstandskurs reduziert.

Strafzinsen sind also eher ein „Augen-auf-Macher“ als ein Schreckgespenst, da man quasi „gezwungen“ wird, sich ernsthaft Gedanken über den eigenen Vermögensaufbau zu machen.

Eine sehr gute Gelegenheit für Banken, mit Kunden mal wieder ins Gespräch zu kommen und das Thema Geldanlage mehr in den Fokus zu rücken.

Die Vermögens- und Anlagestrecke in FinGOAL! bietet hier das passende Werkzeug, um mit dem Kunden gemeinsam einen Fahrplan für die Finanzen zu erarbeiten.

Ein interessanter Beitrag zu diesem Thema finden Sie auch auf FOCUS.de „René will Rendite“.

 

Fotoquelle: Shutterstock – Dusit 1 ID 151453028

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