31.03.2021

Strafzins-Welle erfasst nun auch Bestandskunden

Neukunden zahlen bei Kreditinstituten schon länger Negativzinsen auf Einlagen oberhalb bestimmter Grenzen. Nun versuchen Geldhäuser zunehmend Stammkunden dazu zu bewegen, Vereinbarungen über „Strafzinsen“ zu unterschreiben. Manche Institute senken dabei auch gleich noch die Freigrenzen.

Immer mehr Kunden von Kreditinstituten müssen sich darauf einstellen, für Guthaben auf Girokonten künftig Negativzinsen zu zahlen. Dies ließe sich am aktuellen Beispiel zweier Großsparkassen ablesen, schreibt das „Handelsblatt“.

Der Zeitung zufolge erhebt die Frankfurter Sparkasse bei Neukunden ihrer Onlinetochter „1822 Direkt“ seit Februar bereits „Strafzinsen“ auf Einlagen oberhalb von 50.000 Euro. Über diese Grenze hatte zuerst die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet.
Quelle: https://www.fondsprofessionell.de/news/unternehmen/headline/strafzins-welle-erfasst-nun-auch-bestandskunden-205742/

Wir erleben seit über einem Jahr in unseren Projekten, dass das Thema „Geldanlage“ einen großen Stellenwert genießt, und wir in fast jedem Beratungsgespräch auf die Möglichkeiten von Einmalanlagen in Wertpapieren bzw. auf ratierliche Sparformen wie bspw. das Fondssparen angesprochen werden.

Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, die auch von den Fondsanbietern (bspw. der Dekabank oder auch der Union Investment) jüngst bestätigt wurde. Dabei war u.a. zu lesen „Der Fondsabsatz zieht kräftig an.“.

Die Wertpapieranlage (ob einmalig oder monatlich bzw. ratierlich) ist für die private Altersvorsorge – aber auch als Investment bei einem langen Anlagehorizont – eine sehr gute und auch meist die beste Entscheidung, um eine reale Wertentwicklung zu erzielen.

Dabei gilt es aber weiterhin, den Fokus auf die ganzheitliche Finanzanalyse zu richten; Wir erleben seit Monaten, dass mit der Vielzahl der Ansprachen zum Thema „Wertpapiere“ bzw. „Fonds“ auch gleichzeitig Themen wie „Bausparen, „Versicherungen“ u.a. immer weniger angesprochen werden. Es ist aber sowohl für die Bank als auch für die Kunden eine unveränderte Mindestvoraussetzung für ein zielführende bzw. fruchtbare Zusammenarbeit, dass ein Allfinanzdienstleister (wie eine Bank bzw. Sparkasse es sind) auch heute wie morgen alle Themen im Blick hat und nicht nur die aktuell naheliegenden.

Es ist unbestritten, dass die Ansprache zu den Themen „Vermögensbildung mit Bausparen“ (je nach Kundensituation bzw. -wunsch) oder auch „Einkommensabsicherung“ oder sogar „Pflegeversicherung“ schwerer ist und natürlich auch weniger Erfolgserlebnisse bringt, aber diese Themen gehören trotzdem weiterhin zu dem ganzheitlichen Produkt- und Leistungsangebot.

Deshalb wünschen wir uns aktuell eine Wiederbelebung von Drehbüchern in der Privatkundenberatung, die auch im digitalen Zeitalter funktionieren und die neben den aktuellen Top-Themen auch alle anderen Themen vorsehen, die im Rahmen einer Bedarfsanalyse für die Kunden von Interesse sind bzw. sein könnten.

Für die Frage, wie es aktuell um die Qualität bzw. den Gleichlauf im Vertrieb bestellt ist, bieten wir unsere sog. „360-Grad-Analyse“ an, bei der wir von Testkäufen über Filialhospitationen bis hin zu Kundenumfragen ein Gesamtbild verschaffen, um auf Basis dessen, über Verbesserungen bzw. Optimierungen sprechen zu können.

Mehr Informationen finden Sie auf dem Online-Portal „private-banking-magazin.de“.

Haben auch Sie Interesse an einer Status-quo-Analyse? Dann sprechen Sie uns gern an!

 

Fotoquelle: Shutterstock – wsf-s ID 483081997

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