30.01.2019

QIDF-Journal Februar 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 18. Januar 2019 war es soweit – die DIN 77230 wurde offiziell veröffentlicht und ist seitdem im Beuth-Verlag bestellbar.

Auf Basis dessen haben wir den Januar auch bereits genutzt, um uns diesbezüglich zu positionieren. Die wichtigste Botschaft für viele unserer Kunden ist, dass wir unseren bisherigen Weg weiterhin konsequent beschreiten werden.

Das bedeutet, dass der Bankentest „BESTE BANK vor Ort“ weiterhin für höchste Qualität in eigener Sache steht und es für uns logisch war, dass wir uns an der neuen DIN 77230 für die Finanzanalyse von Privathaushalten orientieren.

Diesen Weg haben wir bereits vor Jahren eingeschlagen und deshalb freut es uns umso mehr, dass unser Fragebogen bereits im Januar – nach dieser DIN-Norm – erfolgreich zertifiziert werden konnte.

Darüber hinaus bleiben wir in unserem Selbstverständnis pragmatisch und kundenfokussiert. Das führt sowohl in der QIDF als auch bei FinGOAL! dazu, dass wir bei der Umsetzung von exzellenten Beratungsprozessen sehr wohl auch Entscheidungen mittragen und Wege mitgehen, die sich nur teilweise an dem DIN-Standard orientieren bzw. nur Teile des Regelwerks nutzen.

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen Ihnen
Markus Gauder, Kai Fürderer und Iris Fürderer

Interview mit Markus Gauder und Kai Fürderer nach Veröffentlichung der DIN 77230

Philipp Scherber, stellvertretender Chefredakteur der BANKINGCLUB GmbH, hat mit den beiden Geschäftsführern der Gesellschaft für Qualitätsentwicklung in der Finanzberatung mbH (QIDF) ein Interview geführt, welches in der BANKINGNEWS-Ausgabe Nr. 270 (vom 29.01.2019) veröffentlicht wurde.

Dabei ging es sowohl um die Entstehung und Inhalte der DIN-Norm als auch um die Umsetzung von kunden- und vertriebsorientierten Beratungsprozessen in der Praxis. In dem Zusammenhang konnte Herr Gauder – als Projektverantwortlicher Geschäftsführer der FinGOAL! GmbH – seine Erfahrungen und sein Selbstverständnis aus den aktuellen Projekten zum Besten geben:

O-Ton:
„Qualitätsanalysen können nur prozessunterstützt erfolgen. FinGOAL! bildet diesen Prozess digital ab und unterstützt den Berater in der gesamten Standardisierungskette. Wir erleben immer wieder, dass Berater, die mit den Standardprozessen der Rechenzentren nicht zufrieden sind, auf papierhafte Prozesse zurückgreifen. Das ist alles andere als effizient. Sie erfassen Vertriebserfolge und Kundentermine in verschiedenen Systemen und Subsystemen und bilden die Customer Journey des Kunden so häufig mit zehn unterschiedlichen Prozessen ab. Unser Ziel war es, alles in einem Frontend mit Schnittstellen zu allen Systemen zu vereinen – als „Sales-Cockpit“. Wir haben einen beraterzentrierten Ansatz, mit dem wir die Alltagsprobleme der Berater beseitigen möchten. Nur wenn das gelingt, spürt auch der Endkunde eine Verbesserung.“

Zu dem gesamten Interview gelangen Sie über folgenden Link:

 

BESTE BANK vor Ort 2019

In dem einmaligen Banken- bzw. Vergleichstest „BESTE BANK vor Ort“ von der Gesellschaft für Qualitätsprüfung, der sich seit Jahren mit festangestellten Testern an den GOTs (Grundsätze ordnungsgemäßer Testkaufdurchführung) orientiert, war es schon immer das Ziel zu testen, ob ein Kunde nicht nur das empfohlen bekommt, was er sich wünscht, sondern auch, was er tatsächlich braucht.

Die Frage „Was braucht ein Kunde (je Finanz- und Lebenssituation)?“ basierte schon vor Jahren auf sog. Beratungsdrehbüchern aus dem Mutterhaus – der Gesellschaft für Qualitätsentwicklung in der Finanzberatung mbh. In diesen war die Finanzanalyse ein zentraler Bestandteil für die Umsetzung einer hohen Beratungsqualität. Diese Bedarfsanalyse hat für den typischen, sozialversicherungspflichtigen Berufseinsteiger (ledig, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, wohnhaft zur Miete) immer die einfache Formel vorgesehen: „Absichern vor Vorsorge“.

In der Praxis stellt sich aber immer wieder die Frage, welche Absicherung überhaupt existentiell ist. Deshalb ist es wichtig, dass diese Bedarfsfelder – je Finanz- und Lebenssituation – definiert und priorisiert werden, da bei den meisten Privatkunden der monatliche Haushaltsüberschuss limitiert ist. Auf Basis einer klaren Priorisierung ist die nächste logische Konsequenz für eine klare eindeutige und einheitliche Empfehlung, dass für jeden Bedarf auch die Sollgrößen für eine ideale Absicherung festgelegt werden und damit die Lückenberechnung sowie die darauf aufbauende Angebotserstellung aus einem Guss erfolgen.

Diese Logik verfolgt seit März 2014 die DIN SPEC 77222 (eine Art Vorstufe zur Norm für Finanzanalysen von Privathaushalten), die im Januar 2019 in die DIN 77230 mündete. Dort werden für Privatpersonen die relevanten Finanzthemen geregelt, die als Mindeststandard Teil einer umfassenden Bedarfsanalyse sein sollten. Neben den Themen und den Prioritäten werden auch Empfehlungen für die richtigen Sollgrößen vorgegeben.

„Dieses neue Regelwerk für die Bedarfsanalyse privater Haushalte bestätigt unsere Überzeugung und Philosophie in einmaliger Art und Weise. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass wir den Fragebogen in unserem Bankentest an diese DIN anlehnen, um auf Basis dessen Beratungsqualität nach den Vorgaben des Verbraucherschutzes zu bewerten“, fasst Kai Fürderer, Mitglied der Geschäftsleitung der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH, die Auswirkung der Finanznorm auf den Bankentest zusammen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Zertifizierungsgesellschaft ZERTPRO FINANZ einen Partner mit ausgewiesenen Experten für uns gewinnen konnten, der uns auch beratend zur Seite stand, als es darum ging, den Kriterienkatalog von der DIN SPEC auf die künftige DIN 77230 auszurichten. Zu Zeiten der DIN SPEC 77222 wurden wir noch von einem anderen Unternehmen zertifiziert. Wir haben uns jetzt bewusst für ZERTPRO FINANZ entschieden, da uns die praxisorientierte Umsetzung der Norm sehr gut gefällt“, erläutert Kai Fürderer die Partnerauswahl.

„Der Fragebogen der Gesellschaft für Qualitätsprüfung berücksichtigt für den vorgesehenen Testfall wesentliche Inhalte aus der DIN 77230, sodass wir diesen mit kleinen Anpassungen in Anlehnung an die DIN 77230 zertifizieren konnten. Damit ist das nach unserem Kenntnisstand der erste und einzige Bankentest, der diese Logik verfolgt und damit die Beratungsqualität nach objektiven Kriterien ermittelt“, beschreibt Claus Rieger, Geschäftsführer der ZERTPRO FINANZ, das Zertifizierungsergebnis.

Interesse an weiteren Details? Sprechen Sie uns gern an!

Link zur Pressemeldung vom 21. Januar 2019

zurück zur Kategorie "QIDF-Journal"