15.11.2018

Neue Gesetze und Änderungen für 2019

Wie in jedem Jahr ändern sich die Werte für unsere Sozialversicherungs- und Rentensysteme. Wir haben hier die wichtigsten Änderungen zusammengefasst:

Anhebung des Mindestlohns

Ab dem kommenden Jahr wird der Mindestlohn angehoben. Ab dem 1. Januar erhalten Arbeitnehmer dann 42 Cent mehr und im Jahr 2010 nochmals weitere 16 Cent. Der Mindestlohn liegt demnach für das kommende Jahr bei 9,19 Euro pro Monat.

Sinkende Beiträge für die Arbeitslosenversicherung

Bereits im September 2018 hat die Bundesregierung eine Senkung des Beitragssatzes für die Arbeitslosenversicherung auf den Weg gebracht. Auf diese Weise sollen die Beitragszahler im kommenden Jahr eine deutliche Entlastung spüren. Der allgemeine Beitragssatz wird demnach bei 2,6% liegen und nochmals bis 2022 um weitere 0,1% gesenkt werden.

Krankenversicherungsbeiträge

Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür eingesetzt, dass ab Januar 2019 die Zusatzbeiträge für die gesetzliche Krankenversicherung zu gleichen Teilen vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber bzw. dem Rentenversicherer getragen werden. Bislang mussten die Zusatzbeiträge allein vom Arbeitgeber gezahlt werden.
Der allgemeine Satz zur Krankenversicherung bleibt unverändert auf 14,6%. Eine weitere Anpassung gibt es bei hauptberuflichen Selbstständigen. Für diese Gruppen sollen die Mindestbeiträge nur noch die Hälfte betragen. Damit zahlen diese nur noch einen Mindestbeitrag von 171 Euro monatlich.

Pflege

Im Bereich der Pflege wird es im kommenden Jahr Änderungen bei den Beiträgen geben. Sie werden insgesamt um 0,3% ansteigen. Damit wird den steigenden Kosten in der Pflege Rechnung getragen. Arbeitnehmer müssen künftig also 2,85% ihres Bruttolohns an die Pflegekasse abführen. Doch an diesen Kosten wird der Arbeitgeber zu gleichen Teilen beteiligt. Das heißt, der Arbeitgeber zahlt künftig nicht mehr 1,275%, sondern 1,425%.

Kindergeld
Die GroKo hat sich vorgenommen, Familien mit Kindern stärker zu entlasten. Aufgrund der guten Konjunktur und der hohen Steuereinnahmen wird ab Juli 2019 das Kindergeld angehoben. Es wird von aktuell 194 Euro pro Kind ab dem 1. Juli 2019 um zehn Euro auf 204 Euro ansteigen – entsprechend steigen auch die Zahlungen, wenn eine Familie mehrere Kinder hat. Das entspricht einer Erhöhung von rund fünf Prozent. Zum 1. Januar 2021 ist eine weitere Erhöhung um weitere 15 Euro vorgesehen. So soll das Kindergeld gemäß dem Koalitionsvertrag bis 2021 um insgesamt 25 Euro pro Kind im Monat zunehmen.

 

 

 

 

 

 

 

Ebenfalls sollen die Kinderfreibeiträge im kommenden Jahr angehoben werden. Geplant ist eine Steigerung von 192 Euro im Jahr 2019 und eine weitere Anhebung um 192 Euro im Jahr 2020.
Im Zuge dieser Veränderungen ist ebenfalls eine Anhebung des Grundfreibeitrages im Jahr 2019 auf 9.169 Euro geplant und im Jahr 2020 eine weitere Steigerung auf 9.408 Euro.

Erwerbsminderungsrente

Mit dem Rentenpaket von Arbeitsminister Heil wird es künftig auch Änderungen bei der Erwerbsminderungsrente geben. Künftig erhalten nämlich Arbeitgeber, die aufgrund einer Krankheit ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können, so viel Unterstützung, als hätten sie bis zum Eintritt der Rente gearbeitet und auch eingezahlt.
Aber Achtung: Auch dieser Betrag reicht oft nicht zur Sicherung des Lebensunterhalts. Es empfiehlt sich in jedem Fall, eine Berufsunfähigkeitsabsicherung abzuschließen, um im Alter finanziell abgesichert zu sein.

Bezugsgrößen in der Renten- und Sozialversicherung

Die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze legt fest, bis zu welchem Gehalt die Beiträge in der Sozialversicherung nicht mehr steigen. In der Krankenversicherung gibt sie Auskunft, ab welchem Einkommen sich ein Arbeitnehmer privat krankenversichern kann.

 

 

 

 

 

 

Beitragssätze in der gesetzlichen Sozialversicherung

 

 

 

 

 

 

 

Fotoquelle: Shutterstock – Tippa Patt – ID 578638039

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