01.10.2019

Mehr Finanzbildung für unsere Jugend

Angesichts der immensen Zunahme von Verschuldungen in Privathaushalten, werden immer mehr Stimmen laut, die bereits eine Grundbildung in Finanzthemen in den Schulen fordern.

Nach einer Schufa-Studie vom Juni 2019 fordern bereits heute 9 von 10 befragten Jugendlichen mehr Aufklärung in finanziellen Angelegenheiten von ihrer Schule bzw. von ihren Lehrern. Die Studie offenbart Erschreckendes: Nur 7% der Befragten ist mit dem persönlichen Wissenstand zur finanziellen Bildung zufrieden und hält diesen für „gut“. Die Mehrheit sieht bei sich große Lücken, und ganze 26% halten ihr Wissen für „mangelhaft“ und „nicht ausreichend“.

Vergleichsstudien bei Erwachsenen offenbaren ein ähnliches Ergebnis. Kein Wunder also, dass viele Kinder und Jugendliche auch von Zuhause wenig Rat von ihren Eltern erhalten, die oft die ersten Ansprechpartner sind.
In Anbetracht der Tatsache, dass es heute so leicht wie nie erscheint, Finanzierungsangebote oder kleinere Konsumentenkredite anzunehmen, ist es nur um so wichtiger, dass die jungen Menschen hinreichend aufgeklärt werden und nicht kopfüber in eine „Schuldenfalle“ geraten, die sich nicht selten auch auf die ganze Familie auswirkt und sich als echte Existenzbedrohung darstellen kann.

Doch wie können Schulen dieser Forderung nach mehr Aufklärung in finanziellen Fragen nachkommen; wird doch heute bereits ein akuter Lehrermangel beklagt und viele Unterrichtsstunden finden nicht wie geplant statt bzw. fallen aus. Zudem bedarf es einer Lehrerschaft, die sich ihrerseits bestens mit allgemeinen Themen der Finanzwirtschaft auskennt. Eigentlich unmöglich!

Eine sehr gute Lösung bietet der im Jahr 2010 begründete gemeinnützige Verein „Geldlehrer e.V.“
Diese Initiative ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Finanzexperten aus der Wirtschaft, die es sich zur Aufgabe gesetzt haben, Jugendlichen, im Rahmen ihres Unterrichts, die Grundlagen einer soliden Finanzbildung zu vermitteln.

Schüler lernen beispielsweise die Tücken bei Handyverträgen zu entlarven, um nicht in eine Kostenfalle zu geraten. Aber auch die Grundzüge der Altersvorsorge und der Immobilienfinanzierung werden jugendgerecht vermittelt. Fragen nach der Sinnhaftigkeit von Sparverträgen und Grundlagen der Finanzmathematik runden das umfangreiche Angebot der Geldlehrer ab.

In den vergangenen Jahren seit Gründung wurden bereits weit mehr als 6.200 Unterrichtsstunden durch ca. 160 Geldlehrern durchgeführt. Mehr als 180 Schulen haben dieses Angebot bereits angenommen und Kooperationsverträge zum Wohle ihrer Schüler mit dem Verein abgeschlossen.

Auch QIDF-Geschäftsführer, Kai Fürderer, ist bereits seit 2010 Mitglied im Verein Geldlehrer e.V. und ein großer Befürworter dieser Initiative: „Diese Initiative aus Finanzprofis für die Jugend ist sehr wichtig für die Gesellschaft, in der vor allem Jugendliche oft Opfer von Anbietern kostspieliger Internetdienstleistungen werden. Hier kann Aufklärung ein wichtiger Schritt zur Prävention sein. Ich kann engagierte Schulleiter und Eltern nur ermuntern, sich über das Angebot zu informieren und Kindern diese Möglichkeit im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung angedeihen zu lassen.“

Auch immer mehr Regionalbanken interessieren sich für lokale „Geldlehrer-Patenschaften“ in ihren Regionen, um das Thema Finanzbildung auch selbst mit eigenen Kollegen tatkräftig zu unterstützen.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Seite der Geldlehrer e.V.

Fotoquelle: Shutterstock – Anna_Jurkovska ID 669390109

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