17.08.2018

Junge Erwachsene – Offen für offline-Angebote von Banken

Mehr als die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen weiß mit dem Begriff Rendite nichts anzufangen. Acht von zehn haben keine Ahnung, wie hoch die Inflationsrate derzeit ist. Zwei von dreien wissen nicht, was genau an der Börse passiert – ähnlich sieht es mit der Kenntnis des Begriffs „Investmentfonds“ aus. Das sind einige der durchaus erschreckenden Ergebnisse der „Jugendstudie 2018“, die das Marktforschungsunternehmen GfK im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Banken unter 14- bis 24-Jährigen durchgeführt hat. Immerhin ist die Mehrzahl der Befragten aus dieser Altersklasse sich ihrer dürftigen Kenntnisse bewusst: So kritisieren 71 Prozent von ihnen, dass die Schule ihnen „nicht viel“ bis „so gut wie gar nichts“ über Wirtschafts- und Finanzthemen vermittelt habe. Zwei von drei Umfrageteilnehmern sprechen sich daher für ein eigenes Unterrichtsfach aus.

Rund acht von zehn jungen Erwachsenen legen Wert auf persönlichen Kontakt

Wie die Umfrage weiter belegt, haben zwei Drittel der jungen Verbraucher eine positive Einstellung gegenüber Banken. Nach Aussage des Bankenverband-Hauptgeschäftsführers Andreas Krautscheid zeigt die aktuelle Auflage der zuletzte 2015 durchgeführten Studie erstmals seit der Finanzkrise wieder einen leicht positiven Trend beim Bankenimage. An die Banken stellen die Befragten allerdings auch hohe Erwartungen: So hat sicheres Online-Banking für fast alle Befragten eine hohe bis sehr hohe Priorität, eine sichere Geld- und Sparanlage sowie niedrige Kontogebühren sind 90 Prozent der Befragten wichtig bis sehr wichtig. 79 Prozent von ihnen halten zudem einen Berater, den sie kennen und dem sie vertrauen sowie eine Bankfiliale in der Nähe mindestens für wichtig. Zudem halten rund drei Viertel der Befragten Banken für eine wichtige Informationsquelle für Geldangelegenheiten, demgegenüber spielen Schule, Eltern und Medien eine weniger bedeutende Rolle.

Zielgruppengerechte Ansprache erwünscht

Ähnliche Ergebnisse liefert auch eine Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Schufa, der zufolge ganze acht Prozent der 16 bis 25 Jahren alten Teilnehmer nach eigener Einschätzung über gute bis sehr gute Finanzkenntnisse verfügen. Sie wurden auch über ihren Umgang mit Finanzprodukten befragt – etwa zur Eröffnung eines Girokontos, zur Aufnahme eines Kredits oder zu einem Altersvorsorgevertrag. Während immerhin 62 Prozent ihre Fähigkeit, ein Girokonto einzurichten, als gut bezeichneten, meinen nur 17 Prozent, dass sie gut bis sehr gut in der Lage sind, einen Kredit aufzunehmen. Über gute bis sehr gute Kenntnisse für den Abschluss eines Altersvorsorgevertrags verfügen laut Umfrage sogar nur 14 Prozent der Befragten. Rund zwei Drittel der Teilnehmer wünschen sich eine einfache, klar verständliche Sprache, wenn es um solche Finanzthemen geht.

Online-Banking ist nicht alles

Beide Studien liefern Anhaltspunkte für Kredinstitute, wie sie sich jungen Erwachsene gezielt als Hausbank empfehlen können. Ein Multikanal-Ansatz ist aufgrund der typischerweise hohen Online-Affinität dieser Zielgruppe wichtig, wobei gerade die sehr jungen Verbraucher besonders häufig zum Smartphone greifen. Mobile-Banking-Angebote sind daher ein wichtiger Kanal für die Kundenansprache. Da junge Erwachsene besonders aktive Nutzer sozialer Medien sind und laut Studie des Bankenverbands zwei Drittel von ihnen diese täglich mehrmals nutzen, bieten diese eine gute Möglichkeit, für das Angebot zu werben.

Junge Erwachsene sind als Zielgruppe attraktiv

Wie die aktuelle Analyse des Bankenverbands zeigt, sind junge Verbraucher keineswegs ausschließlich auf eine reine Online-Interaktion fokussiert, sondern legen auch Wert auf den persönlichen Kontakt zu ihrer Bank – und wünschen sich eine Filiale in ihrer Nähe. Hier können Banken mit einem qualitativ hochwertigen Beratungsangebot punkten. Gerade für junge Erwachsene gilt es, die Weichen für eine später ausreichende Altersvorsorge zu stellen und die jungen Kunden frühzeitig für das Thema zu sensibilisieren. Zudem bietet diese Zielgruppe langfristig auch einiges an Potenzial für weitere Abschlüsse – etwa nach der Gründung einer Familie, wenn diese abgesichert werden soll oder eine Finanzierung für das Eigenheim benötigt wird. Es lohnt sich also, sich für diese Kundengruppe zu positionieren und mit einem exzellenten Beratungsangebot zu überzeugen.

QIDF hilft bei der Optimierung des Beratungserlebnisses

Um ein positives Beratungserlebnis zu gewährleisten, ist es nicht nur wichtig, für die jungen Kunden auf sie zugeschnittene Lösungen zu finden, sondern diese auch ansprechend und überzeugend zu präsentieren. Hier bieten sich beispielsweise die Workshops der Gesellschaft für Qualitätsentwicklung in der Finanzberatung (QIDF) zur Erarbeitung von Qualitätsstandards an. Und für ein optimales digitales Beratungserlebnis eignet sich die Anwendung FinGOAL! Sie hilft dem Berater, die Bedarfssituation des Kunden und Lösungswege anschaulich zu präsentieren. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass die Beratung dem neuen DIN-Standard für die Finanzberatung von Privathaushalten entspricht.

 

Fotoquelle: Shutterstock – stockstudio ID431851042

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