28.08.2018

Finanztest (09/2018): Berufsunfähigkeit – das unkalkulierbare Risiko auch für junge Menschen

Leider ist es immer noch so, dass der Schutz vor einer Berufsunfähigkeit gerade von jungen Erwachsenen, wie Auszubildenden, Studenten oder Berufsanfängern zu oft unterschätzt wird.
Oft werden das Auto und/oder das Sportrennrad höher versichert, als die eigene Arbeitskraft.

Eine Berufsunfähigkeit schützt vor dem Fall, dass man aufgrund von Krankheit oder Invalidität seinen erlernten oder auch angestrebten Beruf (als Student) nicht mehr ausüben kann.
In diesem Fall ist nicht nur die finanzielle Zukunft, sondern auch jede Möglichkeit zum Aufbau einer angemessenen Altersvorsorge hinfällig. Eine Katastrophe!
Gespräche mit Berufsstartern zeigen immer wieder, dass oft der Irrglaube herrscht, der Staat würde in solch einem Fall eintreten. Doch weit gefehlt.

Das neue DIN-Regelwerk – DIN 77230 – für die Analyse der Finanz- und Vorsorgesituation privater Haushalte, sieht bei jeder guten Finanzberatung, die sich an diesem neuen Standard orientiert, u.a. auch eine Prüfung der Voraussetzungen für eine Berufsunfähigkeitsabsicherung vor. Gleiches gilt auch für die „kleine BU“ – die sog. „Krankentagegeldversicherung“, die für den Fall aufkommt, wenn man länger als sechs Wochen krank ist, und danach von der gesetzlichen Krankenkasse lediglich noch ca. 70% des Nettoeinkommens als Krankengeld erhält.

Ein Grund mehr – insbesondere für Filialbanken – gerade junge Kunden an den Beratungstisch zu holen bzw. aktiv und mit Nachdruck einzuladen, um dieses Risiko zu besprechen und Lösungen vorzuschlagen.
Ein großer Vorteil wäre auch, dass junge Menschen im Regelfall zumeist noch über eine gute gesundheitliche Verfassung verfügen, welches i.d.R. zu relativ guten und bezahlbaren Beiträgen führt.

 

Fotoquelle: Shutterstock – michaeljung ID 145003498

 

 

 

zurück zur Kategorie "Aktuelles"