20.11.2019

Einkommensstress bei Krankheit und Berufsunfähigkeit

Eine schwere Krankheit kann das Leben schon ganz schön auf den Kopf stellen. Ist die Krankheit so schwerwiegend, dass auch das Einkommen nicht mehr gesichert ist, befindet man sich schnell in einer existenzbedrohenden Situation.

Was zahlt der Staat?
Umfragen bei den Bundesbürgern zeigen immer wieder, dass die Mehrheit doch sehr sorglos mit dem Thema Krankheit und Berufsunfähigkeit umgeht. Das liegt zum einen daran, dass man darauf vertraut, der Staat werde schon einspringen. Aber leider weit gefehlt. Ein teurer Irrglaube und eine herausragende Beratungschance für Filialbanken.

Die folgende Grafik zeigt die einzelnen Abschnitte, die im Falle einer Krankheit drohen und wo Lücken in der Versorgung entstehen:

Die Darstellung zeigt, dass im Falle einer Krankheit für die ersten 6 Wochen der Arbeitgeber weiter einspringt, und das Gehalt in vollem Umfang zahlt (die sog. „Lohnfortzahlung). Ab der sechsten Krankheitswoche erhalten angestellte Arbeitnehmer ein Krankengeld, das in der Regel nur noch (max.) 90% des Nettoverdienstes bzw. 70% des Bruttoverdienstes beträgt. Das Krankengeld ist auf einen gesetzlichen Höchstbetrag von 105,88 Euro pro Tag (Wert 2019) begrenzt.

Die erste Lücke in der Versorgung ist nun entstanden. Lösung dafür bietet eine Krankentagegeldversicherung, die diese Lücke schließt. Je nach Erwerbsbiographie kann es gut sein, dass man auch weniger als erwartet erhält und deshalb bei der Lückenberechnung sicherheitshalber mit mind. 70% vom Nettoeinkommen gerechnet werden sollte.

Spätestens ab der 78. Krankheitswoche stellt sich die Frage, ob man dauerhaft nicht mehr in der Lage ist, seiner Arbeit ganz oder teilweise nachzugehen. Man befindet sich in der Phase der Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit.

Alles was jetzt noch von staatlicher Seite geleistet wird, ist nicht mehr geeignet, den Lebensstandard auch nur im Entferntesten aufrechtzuhalten. Die Leistungen betragen in dem Fall nur noch max. 50% des Nettoeinkommens. Je nachdem, wie viele Stunden man tatsächlich noch (irgendetwas) arbeiten kann.

Die staatlichen Stellen nehmen keine Rücksicht auf den eigentlich ausgeübten Beruf und somit sind diese Zahlungen eine Erwerbsminderungsrente und keine Berufsunfähigkeitsabsicherung.
Eine Lösung kann in diesem Fall nur eine Berufsunfähigkeitsabsicherung (BU) sein, die idealerweise bis zum Eintritt ins Rentenalter den Lebensstandard weiterhin gewährleistet.

Laut Angaben der Versicherungswirtschaft haben lediglich 24% der deutschen Haushalte überhaupt eine BU-Police abgeschlossen. Diese Zahlen erschrecken angesichts der Angaben der Deutschen Aktuarvereinigung (Versicherungsmathematiker), die prognostizieren, dass durchschnittlich jeder Vierte berufsunfähig werden kann.

Fotoquelle: Shutterstock – michaeljung ID 145003498

zurück zur Kategorie "Aktuelles"