10.07.2018

Datensicherheit – Wie Banken das Kundenvertrauen nutzen können

Die digitale Welt eröffnet Verbrauchern bequeme Möglichkeiten, ihre Bankgeschäfte zu erledigen. Allerdings geht damit auch die Frage einher, wie sicher die bereitgestellten Daten eigentlich sind. Einer aktuellen Umfrage zufolge können die etablierten Banken in puncto Datensicherheit punkten und genießen einen deutlichen Vertrauensvorsprung gegenüber anderen Branchen und Institutionen, insbesondere solchen aus der „Digital Economy“. Dies eröffnet ihnen Möglichkeiten, sich von der Konkurrenz neuer Wettbewerber abzuheben.

Etablierte Kreditinstitute genießen hohes Vertrauen in puncto Datensicherheit

So kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Berg Lund & Company (BLC) zu dem Ergebnis, dass Banken und Sparkassen bei Verbrauchern in puncto Datensicherheit ein höheres Vertrauen genießen als alle anderen genannten Institutionen, darunter Krankenkassen und Behörden. So geben 72 Prozent der Befragten an, Banken und Sparkassen zu vertrauen, ein starkes bis sehr starkes Vertrauen sprechen 42 Prozent von ihnen aus. Bei jüngeren Kunden unter 30 Jahren ist dieser Anteil mit 47 Prozent sogar höher. Zum Vergleich: Dass ihre Daten bei Behörden sicher aufgehoben sind, glauben lediglich 28 Prozent der Befragten. Wie die Studie weiter belegt, ist das Vertrauen bei den Sparkassen mit 44 Prozent am höchsten ausgeprägt, bei Direktbanken mit 38 Prozent geringer.

Skepsis gegenüber Tech-Konzernen

Online-Händlern und deutschen Technologie-Großkonzernen vertraut weniger als die Hälfte der Befragten, ein starkes bis sehr starkes Vertrauen haben nur 16 Prozent der Teilnehmer gegenüber deutschen Tech-Firmen. Ausländischen Tech-Konzernen bringt nicht einmal jeder dritte Befragte generell Vertrauen entgegen, stark bis sehr stark vertrauen diesen Unternehmen lediglich zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer. Wie wichtig das Kundenvertrauen für den Erfolg der Banken ist, betont auch der Bankenverband in einem aktuellen Positionspapier. Darin wird auch die Bedeutung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) herausgestellt, die nicht nur als Bremse, sondern auch als Chance begriffen werden sollte.

Banken können sich den Vertrauensvorschuss ihrer Kunden zunutze machen

BLC zufolge können die etablierten Kreditinstitute den Vertrauensvorschuss der Kunden in einen Wettbewerbsvorteil ummünzen, indem sie durch transparente Angaben zur Datennutzung die Kunden zur Freigabe ihrer Daten animieren und ihnen im Gegenzug einen Mehrwert bieten. Der Grund: Spätestens seit der Umsetzung der EU-Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 sei ein Kampf um den Zugang zum Kunden entbrannt, so die Unternehmensberatung. Als Beispiel nennt BLC etwa digitale Vertragsmanager zur Verwaltung und Optimierung von Verträgen oder sichere Cloud-Speicher. Wie die Umfrage belegt, würde jeder Dritte für derartige Dienstleistungen sogar eine monatliche Gebühr zahlen. Und im Zuge von Kooperationen mit FinTechs bieten sich laut BLC zudem Möglichkeiten, innovative Produktlösungen dieser Unternehmen in das eigenen Angebot zu integrieren, im Gegenzug profitieren die Neulinge vom guten Ruf der etablierten Banken in puncto Datensicherheit.

Hohe Sicherheitsstandards sind ein Muss

Die Unternehmensberatung betont aber auch, dass die Institute sich das Vertrauen ihrer Kunden immer wieder aufs Neue erarbeiten müssen. Und wie eine Befragung von 1.500 deutschen Girokontobesitzern durch SQS – einem Anbieter aus dem Bereich Qualitätssicherung für digitale Geschäftsprozesse – zeigt, muss die Datensicherheit zwingend auf höchstem Niveau gewährleistet sein: So vertrauen zwar 91,5 Prozent der Kontoinhaber darauf, dass ihre Bank ordnungsgemäß mit ihren Daten umgeht. Käme es zu einem Betrugsvorfall, würden 62 Prozent das Vertrauen in ihre Bank verlieren, bei einer Datenpanne äußert dies die Hälfte der Befragten. Und schon Unregelmäßigkeiten bei der Funktionalität der Online- und Mobil-Anwendungen würden bei knapp jedem Dritten zu einem Vertrauensverlust führen.

FinGOAL! bietet Mehrwert bei hoher Datensicherheit

Wie Banken sensible Kundendaten zur Generierung eines Mehrwerts nutzen können, zeigt beispielsweise die Beratungs-Anwendung FinGOAL!. Sie ermöglicht über die integrierte PSD2-Schnittstelle eine Anbindung an das Online-Banking jeder kontoführenden Bank in Deutschland. So können die Kontoumsätze des Kunden automatisch ausgewertet werden und der Berater hat aufgrund der zur Verfügung gestellten Daten die Möglichkeit, eine individuell auf den Kunden zugeschnittene Bedarfsanalyse durchzuführen und passgenaue Angebote zu unterbreiten. Eine hohe Datensicherheit ist dabei ebenso gewährleistet wie eine qualitativ hochwertige Beratung gemäß der neuen DIN-Norm 77230 „Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte“.

Sie wurde von der Gesellschaft für Qualitätsentwicklung in der Finanzberatung (QIDF) mitentwickelt, zur QIDF-Gruppe gehört auch FinGOAL! Ein weiterer Vorteil der Anwendung: Sie trägt dazu bei, dass Verbraucher das Beratungserlebnis als positiv wahrnehmen – und dies bleibt auch in Zeiten des Online- und Mobile-Bankings ein wichtiger Trumpf im Kampf der Banken um die Treue ihrer Kunden.

 

Fotoquelle: Shutterstock – Bacho ID263567153

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