06.05.2019

QIDF-Journal Mai 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den vergangenen Wochen hatten wir zahlreiche Publikationen zu den Themen „Beratungsqualität“, „Ökosystem“ und „Zeitgemäße Videoberatung“ veröffentlicht.

Lesen Sie mehr zu den Top3-Beiträgen in dem aktuellen QIDF-Journal. Für Ihre Rückfragen und Anfragen zu den einzelnen Themen stehen wir Ihnen jederzeit sehr gern zur Verfügung!

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen Ihnen
Markus Gauder, Kai Fürderer und Iris Fürderer

1. Was macht ein modernes Omnikanal-Banking aus?

Überzeugende Omnikanal-Konzepte werden zu einer Selbstverständlichkeit aus Sicht der Kunden

Nach unserer Überzeugung muss es künftig gelingen, dass in allen Vertriebskanälen (bzw. auch über die einzelnen Kundensegmente hinweg) mit den gleichen Beratungstools bzw. der gleichen Plattform gearbeitet wird.

Das hat zur Folge, dass in einem „persönlichen Gespräch“ oder auch in einer „persönlich-digitalen Beratung“ (bspw. in einer Online-Beratung mit Desktop-Sharing) die gleichen Tools, der gleiche Aufbau und die gleichen Berechnungen stattfinden, wie auch in dem rein „digitalen Kanal“, wenn sich der Kunde im Internet informiert bzw. selbst berät. Das ist eine zentrale Herausforderung für erfolgreiche Omnikanal-Konzepte, die heute nur ganz wenige Banken erfolgreich und erlebbar umgesetzt haben.

Sowohl für das Kundenerlebnis als auch für die Prozessqualität ist es nicht wirklich erfolgsversprechend, wenn bspw. in der „persönlich-digitalen Beratung“ mit einer Power Point-Präsentation gearbeitet wird. Eine durchgängige Omnikanal-Strategie darf solche Medienbrüche nicht akzeptieren, da sie der Kunden auch nicht gutheißen wird.

Interesse an weiteren Details? Sprechen Sie uns gern an!

2. Ökosysteme als Erfolgskonzept für Regionalbanken

Unser Beitrag: „Plattform-Ökonomie: Ökosysteme als Erfolgsrezept für Regionalbanken“ erschien am 30. April auf dem „Bank Blog“.

Wir haben ein Konzept für ein regionales Ökosystem mit jeweiligem „Fingerprint“ der Filialbank vor Ort entwickelt inkl. der technischen Umsetzung. Die erfolgreiche Umsetzung von regionalen Ökosystemen im Banking steht und fällt mit durchdachten Konzepten und Kundenreisen, die die eigene Positionierung unterstreichen und zur eigenen „Bank-DNA“ passen.

Der Ökosystem-Ansatz ermöglicht neue Positionierung und Kundenbindung

Ökosystem ist nicht Ökosystem und Plattform ist nicht Plattform. Unserer Einschätzung nach ist es sehr wichtig, sich auf Basis aller Möglichkeiten die Top-Themen herauszupicken, die man ganz konkret umsetzen möchte. Dabei gilt weiterhin die Empfehlung „Weniger ist mehr!“. Aber das was man tut, sollte man zwingenderweise bis zum Ende des Prozesses durchdenken und auch vollständig technisch abbilden.

Das Produkt der QIDF-Gruppe heißt: „ÖKOport“.

3. Wie steht es um die Begegnungsqualität in den Filialbanken?

Die Beratungsqualität der deutschen Filialbanken ist auf einem Tiefpunkt angelangt. Liegt es an mangelnder Aufmerksamkeit im Management, an den Mitarbeitern, an fehlenden Prozessdefinitionen oder an fehlendem Qualitätsmanagement?

Der etablierte Bankentest (Beste Bank vor Ort) wird seit Jahren in mehr als 200 Städten bundesweit von einem Team erfahrener Tester durchgeführt. Dabei zeichnet sich eine dramatische Entwicklung ab: nach jährlich über 2.000 Testgesprächen in Filialbanken lässt sich ein klarer Trend erkennen – und der tendiert südwärts!

Fazit: Daseinsberechtigung der Filialen in Gefahr

Wenn bundesweit in den Filialen weiterhin so selten exzellente Beratungen und Erlebnisse erlebbar sind, liegt die eigentlich Gefahr für den Fortbestand des Filialnetzes – im Hinblick auf die Daseinsberechtigung – weniger in der Digitalisierung als vielmehr in der mangelnden Qualität!

In zu vielen Kreditinstituten haben wir an manchem Tag den Eindruck, dass man gar nicht an die dauerhafte Existenz von „Offline-Shops“ glaubt und deshalb auch die Qualität nicht mehr die Bedeutung hat wie noch vor Jahren. Aber selbst wenn dem so wäre, dann brauchen wir auch bei vollständig digitalen Prozessen (z.B. für eine Selbstberatung) eine hohe Qualität in der Prozessdefinition. Somit bleibt das Thema: „Ohne Qualität ist alles nichts!“

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04.07.2018

QIDF-Journal Juli 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach der Veröffentlichung der DIN 77230 sprechen wir mit immer mehr Banken und Finanzdienstleistern über die Chancen des DIN-Regelwerks im Zuge der Entwicklung digitaler und effizienter Beratungsprozesse. In solchen Projekten stellen sich immer wieder Fragen zum Prozessablauf, bei denen wir regelmäßig froh sind, dass wir hierfür eine Meinung durch die DIN-Norm „im Gepäck haben“. Dies gilt vor allem bei der Frage nach den priorisierten Bedarfen (je nach Kundensituation und Lebensphase) und auch bei den zu empfehlenden Soll-Werten.

In Ergänzung dazu beschäftigen wir uns auch immer mehr mit der Herausforderung „voller Terminkalender“, damit Qualität am Ende auch in wirtschaftlichen Erfolg münden kann, und auch gleichzeitig mit den Möglichkeiten und Notwendigkeiten einer innovativen Kundensegmentierung auf Basis von Lebensphasen, offensichtlichen Potentialen und u.a. der digitalen Affinitäten von Kunden und Beratern.

Wenn Sie Fragen dazu haben, freuen wir uns jederzeit auf Ihre Kontaktaufnahme!

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen Ihnen
Markus Gauder, Kai Fürderer und Iris Fürderer

 

 

Aktuelle (Projekt-) Themen in der QIDF

Im Juli beginnen die ersten Projekte zum Thema „Telefonakquise“ bzw. „Kundentermine mit System!“. Das Ziel ist es, dass wir die Terminquoten in den Filialbanken verdoppeln und damit den Beweis antreten, dass Kunden durchaus noch an einer Offline-Beratung interessiert sind, wenn die Ansprache passt und ein persönlicher Mehrwert in Aussicht gestellt wird.

In zahlreichen Regionalbanken treffen wir regelmäßig auf Service-Mitarbeiter bzw. Junior-Berater, die bereits heute das Ziel haben, als sog. „Floor-Manager“ die Kalender der Kollegen zu füllen. Aber wie kann das einheitlich, nachhaltig und vor allem erfolgreich gelingen?

Lesen Sie hier mehr dazu!

 

FinGOAL! für Privatkunden: Erfolgreiche Zertifizierung nach DIN-Standard

Diese Auszeichnung ist eine Bestätigung unseres hohen Anspruchs, der guten Teamarbeit und des enormen Arbeitseinsatzes in den vergangenen Wochen und Monaten, in denen die Beratungsstrecke für Privatkunden stetig weiterentwickelt wurde.

Das ist für uns – im FinGOAL!-Team – Ansporn und Motivation zugleich, damit künftig noch mehr Endkunden mit verständlichen Analyseergebnissen den direkten und spürbaren Mehrwert des DIN-Standards bzw. der zukünftigen Norm in der Praxis erleben können.

Banken und Finanzdienstleister, die im Vertrieb zukünftig diese Version der FinGOAL! Finanzanalysesoftware einsetzen, können zusätzlich die Zertifizierung und das Qualitätssiegel der ZERTPRO FINANZ im Rahmen der internen und externen Kommunikation nutzen.

Den Beitrag zur Zertifizierung finden Sie hier!

 

BESTE BANK vor Ort: Bestenliste „Q2/2018“

Als einziger Bankentest in Deutschland orientiert sich die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH an den neuen Standards für die Finanzberatung privater Verbraucher. Die DIN-Norm 77230 für die „Finanzanalyse privater Haushalte“ wurde bereits am 8. Juni 2018 veröffentlicht und an dieser wird sich der Fragebogen auch künftig orientieren.

Dieser DIN-Standard ist für alle Finanzdienstleister von großer Bedeutung, die einen hohen Anspruch an sich selbst haben und sich als Qualitätsführer verstehen. Für diese Banken und Sparkassen ist das ein Mindeststandard, den zu erfüllen, eine Selbstverständlichkeit darstellt. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Kernbotschaft „Absicherung vor Vorsorge“ aktuell nahezu in jeder Filialbank bzw. Regionalbank die Grundlage der eigenen Beratungsphilosophie darstellt. Aber es ist weiterhin eine großartige Leistung und spricht für eine exzellente Beratungsqualität, wenn es in dem unabhängigen Vergleichstest gelingt, eine Note zu erzielen, die der Bewertung „sehr gut“ zuzuordnen ist.

Deshalb freut es uns sehr, dass wir im ersten Quartal 24 Sieger-Institute hervorheben können, die eine Endnote von 1,5 oder besser erreicht haben. Dieses Mal sind die Volks- und Raiffeisenbanken in 11 Standorten, die SÜDWESTBANK in 6 Städten, die Sparkassen in 4 Fällen, die Commerzbank in 2 Regionen und die BBBank einmal in dieser Bestenliste vertreten.

Die Ergebnistabelle finden Sie auf unserer Homepage.

 

 

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28.08.2017

NEU: Die QIDF-Filialpatenschaft als Blaupause für mehr Effizienz, Qualität und Ertrag

In vielen Projekten bei Banken erleben wir immer wieder, dass es zum Teil keine eindeutigen Prozesse für die Beratung gibt und alles letztendlich von der Person bzw. Genialität des Beraters abhängt, ob eine Beratung zum Erfolg und damit zu einem für den Kunden richtigen und nachvollziehbaren Ergebnis (und für die Bank zum Ertrag) führen kann.

In anderen Fällen sind die Berater aufgrund von internen Vorgaben in der Lage gute Beratungsergebnisse abzuliefern, aber auf der Ertragsseite zeigen sich erhebliche Defizite. Dieses „Sterben in Schönheit“ darf nicht das Ergebnis guter Beratung sein!

Mit einer QIDF-Filialpatenschaft wird nun erstmalig die Möglichkeit geschaffen, Bankberater über einen klar definierten Zeitraum eng in ihrer täglichen Beratung zu begleiten. Ziel dieser Hospitation soll es sein, mehr Methoden- und Fachkompetenz zu erzielen und damit unweigerlich auch die Ertragsseite wesentlich zu verbessern.

Im Rahmen der „QIDF-360 Grad Analyse“, die bereits einen Besuch am Arbeitsplatz beinhaltet, stellen wir immer wieder fest, dass in vielen Fällen keine sorgfältige Vorbereitung der Termine erfolgt. Oft ist nicht klar, mit welchen Anliegen der Kunden überhaupt erscheint, noch hat man Daten über den aktuellen Status-Quo des Kunden zur Hand. Die QIDF-Filialpatenschaft startet bereits bei der Terminvereinbarung. Damit wird neben der Qualität auch die Quantität (der Termine) deutlich ausgebaut, da das die notwendige Grundlage für eine erfolgreiche Filiale ist. Denn ohne Quantität bringt die beste Qualität kein nachhaltiges Wachstum.

Welche Schritte sind für eine sachgerechte Beratung im Vorfeld vorzubereiten bzw. notwendig?

Oft stellen wir fest, dass ein großes Problem, die oft nur sehr spärlich gefüllten Terminkalender der Berater und somit fehlende Beratungsroutine  verbunden mit einer schlechten Ertragssituation ist. In diesen Fällen hilft die QIDF-Filialpatenschaft bei der qualifizierten Terminvereinbarung per Telefon, um die Terminbücher bspw. für Check-Up Termine zu füllen. Denn ohne eine gewisse Quantität an Kundengesprächen bzw. Kontaktfläche, lässt sich die Qualität der Beratung und damit der notwendige Mehrertrag in der heutigen Zeit nicht realisieren.

Ein besonderes Augenmerk im Rahmen der QIDF-Filialpatenschaft gilt dem Kernstück einer guten bzw. exzellenten Beratung, nämlich der Bedarfsanalyse.

Also der Frage, welche Bedarfe ergeben sich auf der Kundenseite im Hinblick auf eine umfassende Finanzanalyse der persönlichen und finanziellen Situation. Sind alle wesentlichen Risiken für Leib und Leben und für den Erhalt der Arbeitskraft ausreichend abgesichert? Sind Familienangehörige abzusichern oder bestehende Verträge aufgrund veränderter Lebensverhältnisse anzupassen?

Diese Fragen lassen sich allerdings nur bedarfsgerecht und im Sinne des Kunden klären, wenn zuvor eine genaue Analyse der Ist-Situation gemeinsam mit dem Kunden vorgenommen worden ist.

Ein bloßes „Rumstochern“ in allgemeinen Handlungsfeldern, die „man so macht“ führen nicht zu akzeptablen Ergebnissen und entsprechen sicherlich auch nicht dem Qualitätsanspruch der Privatkunden, die sich ein bedarfsgerechtes Gespräch mit Handlungsempfehlungen wünschen.

Man bedenke nämlich, dass Kunden häufig einen halben Urlaubstag o.ä. investieren, um wesentliche Fragen der Vorsorge und Absicherung mit einem Experten zu besprechen. Wenn die Kunden nach einer Stunde (oder länger) die Filiale verlassen und keine konkrete Handlungsempfehlung erfolgte, darf man über den Nutzen dieses Gesprächs zu Recht ins Zweifeln kommen.

Im Rahmen der QIDF-Filialpatenschaft stehen sehr vertriebserfahrene Qualitätsmanager der QIDF den Beratern in den Beratungen zur Seite und übernehmen quasi die Verantwortung für den vertrieblichen und qualitativen Erfolg. Der Berater lernt im Rahmen dieses „Training-on-the-job“, wie ein perfekter Gesprächsverlauf zu gestalten ist und verschiedenste Arten der Einwandbehandlung, der Nutzenargumentation und erfolgreiche Abschlusstechniken.

Methoden, die in vielen Häusern seit Jahren brachliegen und nicht (mehr) regelmäßig mit der Vertriebsmannschaft trainiert werden. Doch gerade diese Methodenkompetenz ist der Schlüssel, will man aus guten Gesprächen einen monetären Nutzen ziehen. Wir hören immer wieder, dass sich Berater „alleingelassen“ fühlen und am Ende doch nur Zahlen zählen. Was für ein Dilemma, wenn den Beratern aber nicht die richtigen Arbeitsmittel an die Hand gegeben werden.

QIDF-Filialpatenschaft – das Ziel

Ziel der QIDF-Filialpatenschaft ist es, die Berater in der Filiale über einen zuvor definierten Zeitraum zu unterstützen. Diese Unterstützung reicht von der Vereinbarung von Terminen per Telefon oder E-Mail, über die Vor- und Nachbereitung des Termins und die richtige Fragemethodik im Rahmen der Bedarfsanalyse u.v.m.; die Berater lernen die entscheidenden Methoden für die richtige Gesprächsführung mit Angebots- oder Abschlussorientierung. Bei Bedarf können Verkaufshilfen und Merkblätter und ein hauseigenes Drehbuch erarbeitet werden.

Wenn Sie sich für eine Maßnahme in einer Ihrer Filialen interessieren, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Im Rahmen eines persönlichen Gesprächs werden die einzelnen Prozessschritte im Vorfeld genau besprochen und gemeinsam definiert.

Beratungsablauf – Gesellschaft für Qualitätsentwicklung in der Finanzberatung mbH

 

 

Fotoquelle: Shutterstock – Pro Stock Studio ID120595222

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23.08.2017

Proaktive Kundenansprache – Fluch oder Segen?

Proaktive Kundenansprache – Fluch oder Segen? Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, welche Wege Banken wählen, um mit ihren Kunden oder allgemein mit Verbrauchern in Kontakt zu treten. Welche Wege werden genutzt und welche liegen noch immer brach? Gute Produkte und Dienstleistungen anzubieten sollte in jeder Bank Standardrepertoire sein. Doch was nützen die besten Dienstleistungen, wenn kein Kunde in den Genuss kommt, diese auch kennenzulernen? Noch immer scheuen sich viele Banken proaktiv auf Kunden zuzugehen. „Man will ja nicht nerven“ hört man oft. Doch fühlt sich der Kunde tatsächlich belästigt? Oder schätzt er nicht vielmehr, dass man sich als kompetenter Ansprechpartner anbietet? Dieser Beitrag stützt sich auf die gewonnenen Erkenntnisse des Kreditmonitors 2017, der von Splendid Research im Mai 2017 erhoben worden sind. Untersucht wurde, wie Verbraucher – im Bereich einer Kreditaufnahme – das proaktive Verhalten ihrer Bank bewerten.

Befragt wurden dazu 1.240 Bankkunden zwischen 18 und 69 Jahren. Aus den Kernaussagen der Studie lässt sich ableiten, dass Bankkunden – im Bereich der Finanzierung – ihrer Bank ein hohes Maß an Vertrauen entgegenbringen. Wie sich der Kunde allerdings eine Kundenansprache wünscht, hängt auch vom konkreten Beratungsgegenstand ab.

Proaktive Kundenansprache

Kunden wünschen sich grundsätzlich eine direkte und proaktive Kontaktaufnahme, wenn es um die Beratung zu Themen wie Altersvorsorge und Absicherung (#DIN77230) geht, da hier der Grad der Unerfahrenheit und Unwissenheit oft sehr hoch ist und eine eigene Recherche oft nicht zielführend erscheint. Es braucht einen Profi. Hier liegen in der direkten Ansprache – auch von Fremdbankkunden – noch erheblich Potentiale. Viele Unternehmen bedienen sich zunehmend „Big Data“, also der intensiven Nutzung von Daten, um ihre Kunden gezielt und bedarfsorientiert anzusprechen. Obwohl das in vielen Branchen bereits übliche Praxis ist (z.B. Amazon „Das könnte Sie auch interessieren“ oder „Anderen kauften auch…“) ist die Akzeptanz für diese Vorgehensweise bei Banken für die Kunden oft nicht in der Form gegeben, wie man es heute – aus Kundensicht – eigentlich erwarten würde.

Einen proaktiven Anruf nach einer Gehaltserhöhung oder nach der Geburt eines Kindes erscheint den Verbrauchern in vielen Fällen oft zu plump. Doch woran liegt das? Können die Ursachen nicht darin liegen, dass einfach nur auf einen Termin gedrängt wird, ohne den konkreten Nutzen oder einen Anreiz für den Kunden erkennbar zu machen?

Was zeichnet denn einen guten und erfolgreichen Berater aus? Er kennt seine Kunden und deren Ziele und Wünsche aus Gesprächen und regelmäßigen Check-up-Terminen. Damit kann er immer zur Stelle sein, wenn sich etwas im Leben seines Kunden ändert bzw. der Kunde kann den Rat einer Vertrauensperson einholen. Das sollte der Anspruch sein, aus dem heraus eine andere Ansprache-Kultur eher logisch erscheint und somit die Regel werden sollte, wenn man sich als „Vertrauensperson“ (mit entsprechender Haltung und Einstellung) sieht.
Für diese „modernen Ansprache-Wege“ bieten wir mittlerweile in der QIDF-Gruppe zahlreiche Lösungen an. Wenn Sie an unserer Methodik zu dem Thema interessiert sind, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Die komplette Studie können Sie bei Splendid Research erwerben.

 

Fotoquelle: Shutterstock – photography.eu ID389054977

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18.07.2017

Interview mit Norbert Leist

Norbert Leist war seit 2003 bei der Sparkasse Karlsruhe beschäftigt, in seiner letzten Funktion als Leiter Kundengruppenmanagement gewerblich.

Redaktion: Herr Leist, was war Ihre Aufgabe bei der Sparkasse Karlsruhe als Leiter Kundengruppenmanagement gewerblich?

Norbert Leist (NL): Kurz zusammengefasst könnte man sagen, dass ich die rechte Hand des Firmenkundenvorstandes war. Etwas weiter ausgeholt, habe ich mich gemeinsam mit dem Vorstand und den Abteilungsdirektoren um die Vertriebsstrategie der Sparkasse im gewerblichen Kundengeschäft gekümmert und diese in praxistaugliche Konzepte übersetzt. Abgerundet wurde die Aufgabe meines kleinen Bereichs mit der Unterstützung der Firmen- und Gewerbekundenberater in sämtlichen Change-Prozessen.

Redaktion: Welches war Ihr spannendstes Projekt in dieser Zeit?

NL: Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, da sämtliche Projekte auf ihre Art spannend waren. Am meisten geprägt haben mich jedoch zum einen das Projekt „Neustrukturierung des gewerblichen Vertriebs“, in dem ich als Mitglied der Projektleitung gemeinsam mit dem Projektleiter nahezu alle für den Vertrieb relevanten Themen – begonnen bei der Segmentierung, über die Betreuungskonzeption und effiziente Prozesse bis hin zum Pricing und der Steuerung der Mitarbeiter – vollständig untersucht, aktualisiert und geschult habe. Zum anderen aber auch mein letztes „Projektthema“ – die Optimierung der gewerblichen Giromodelle. Neben der reinen Ertragssteigerung lag hier der Fokus mitunter auf einer Verschlankung der unterschiedlichen Bestandsvarianten sowie einer Prozessoptimierung im Bereich von Sonderkonditionsgenehmigungen sowie dem Aufbau eines Sonderkonditionscontrollings zur Schaffung von Transparenz über entgangene Erträge – das Thema rein unter dem Aspekt des Pricings zu sehen, wäre aus meiner Sicht zu kurz gesprungen.

Redaktion: Was hat Sie bewogen, zu QIDF zu wechseln?

NL: Spontan würde ich sagen – mein gründlich abgewogenes Bauchgefühl. Aber entscheidend ist, wie dieses beeinflusst wurde. Ich hatte eine hervorragende Zeit bei der Sparkasse – sowohl während meines Studiums als auch in meinen anschließenden Positionen hatte ich stets größtmögliche Flexibilität bei der Entwicklung des Aufgabenbereichs und meiner Persönlichkeit – ich konnte stets etwas Neues aufbauen und mitentwickeln. Daher und aufgrund meines super Teams hat mein Magen doch einiges zu verdauen gehabt, bevor er sich für QIDF entschieden hat. Ausschlaggebend für mich war und ist, dass QIDF und Leist ein wesentliches Charaktermerkmal tragen – wir wollen etwas entwickeln und Dinge permanent optimieren, um so einen Mehrwert zu schaffen – mit FinGOAL! haben wir die Möglichkeit dazu. Zudem beschränkt sich mein Wirkungsbereich jetzt nicht mehr nur auf die Aufgabenstellungen eines Hauses und ich kann somit auch außerhalb von Karlsruhe eine Verbesserung in der Bankenlandschaft mit begleiten.

Redaktion: Welches sind Ihre inhaltlichen „Fokus-Themen“ in den ersten Monaten?

NL: Einiges ist ja bereits aus meinen vorherigen Antworten erkennbar. Meine Kernkompetenz liegt nach sieben Jahren gewerblichem Kundengeschäft in der Sparkasse Karlsruhe definitiv in diesem Segment. Hier beobachte ich neben den strategischen Themen einer Vertriebskonzeption, die einen längeren Change-Prozess bedingen, insbesondere auch kurzfristige Erfolgstreiber wie Pricing- und Prozessoptimierungen, welche ich im ersten Schritt in das Leistungsportfolio von QIDF integrieren möchte. Zudem sehe ich akuten Digitalisierungsbedarf in der Betreuung von Geschäfts- und Gewerbekunden – diesem Bereich wird von Seiten der IT-Dienstleister aus meiner Sicht nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet. Daher sind wir dabei, FinGOAL! auch auf das gewerbliche Kundensegment auszuweiten. Hierzu wollen wir parallel auch einheitliche Regeln in Form eines DIN-Standards vorantreiben, so dass neben der Digitalisierung auch eine Qualitätssteigerung erreicht werden kann. Somit werden wir sowohl für die Banken und Sparkassen als auch deren Kunden einen Mehrwert schaffen. Ich denke, für die ersten Monate ist das ganz sportlich – aber so soll es auch sein.

Redaktion: Vielen Dank für das Gespräch!

 

Fotoquelle: Gesellschaft für Qualitätsentwicklung in der Finanzberatung mbH

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