25.06.2018

Anlageberatung – Skepsis gegenüber Robo-Advisors

Robo-Advisors machen der etablierten Anlageberatung zunehmend Konkurrenz – zumindest wirkt es auf den ersten Blick so: Dazu tragen beispielsweise Meldungen wie jüngst die des Startups Scalable Capital bei, mittlerweile eine Milliarde Euro an Anlegergeldern zu verwalten. Rund die Hälfte des verwalteten Vermögens verdanken die Münchner eigenen Angaben zufolge der seit Herbst 2017 bestehenden Zusammenarbeit mit der Direktbank ING-DiBa. Zudem will das Unternehmen nun auch im Bereich der Altersvorsorge mitmischen und bietet seit Kurzem auch ein Online-Tool für die Altersvorsorgeplanung an.

Studie offenbart Skepsis gegenüber rein digitaler Beratung

Doch wie steht es wirklich um den Erfolg und das Potenzial der voll digitalen Anlageberatung? Dieser Frage ging das Meinungsforschungsinstitut Yougov im Rahmen der Studie „Kundenbedürfnisse im Zeitalter digitaler Vermögensverwaltung“ nach, die von der Unternehmensberatung Concedo und dem Finanzsoftware-Anbieter Ortec Finance in Auftrag gegeben wurde. Für die Umfrage wurden insgesamt 1.029 Personen ab 30 Jahren mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 4.000 Euro befragt. Das Ergebnis: Zwei von drei Verbrauchern zeigen sich gegenüber digitaler Beratung skeptisch. Und unter denjenigen, die überhaupt eine Finanzberatung in Anspruch nehmen, geben 88 Prozent an, dass sie mindestens eine ergänzende oder sogar vollumfängliche persönliche Beratung benötigen. Unterm Strich gibt lediglich jeder zehnte Befragte an, eine rein digitale Beratung zu nutzen. Sprich: Letztlich wünscht sich die Mehrheit der Anleger lieber einen Berater aus Fleisch und Blut als einen digitalen Assistenten – und diese Erkenntnis können sich Banken gezielt zunutze machen.

Verbesserungspotenzial bei der Beratung

Gleiches gilt für die Tatsache, dass der Studie zufolge drei von vier Befragten sich in Zukunft gern professionell beraten lassen würden. Aktuell nimmt lediglich rund jeder Dritte die Beratung in Anspruch, 60 Prozent tun dies nicht. Und knapp die Hälfte der Beratungskunden steht vor dem Problem, ihre individuellen Ziele im Beratungsprozess gar nicht benennen zu können. Und lediglich 37 Prozent der Beratungskunden wurden überhaupt dazu befragt, welche Risiken sie bei der Geldanlage eingehen würden – angesichts der seit Anfang 2018 geltenden EU-Richtlinie MiFid II eine viel zu hohe Quote, denn schließlich sieht die Richtlinie vor, dass eine Überprüfung der Risikobereitschaft stattfinden muss.

FinGOAL! ermöglicht ganzheitliche Beratung nach DIN-Standard

Doch um die Chancen zu nutzen, die sich aus der Skepsis der meisten Verbraucher gegenüber einer rein digitalen Beratung und der bislang eher geringen Neigung ergeben, sich professionell informieren zu lassen, bedarf es einer zielgerichteten Strategie seitens der Banken. Diese sollte selbstverständlich auch eine dauerhaft qualitativ hochwertige Beratungsqualität beinhalten. Hier kommt beispielsweise FinGOAL! ins Spiel. Denn diese Beratungssoftware ist darauf abgestimmt, die Vorgaben des DIN-Regelwerks in Form der DIN-Norm 77230 einzuhalten und im Rahmen des persönlichen Dialogs zwischen Berater und Kunden eine ganzheitliche Beratung durchzuführen – sei es bei einem Termin vor Ort oder über einen Video-Chat. Das Programm ermöglicht den Kunden außerdem, bereits im Vorfeld online wichtige Angaben zu machen, die für das Beratungsgespräch relevant sind. So kann sich der Berater gezielter auf den Termin vorbereiten und noch besser auf die konkreten Vorstellungen des Kunden eingehen – oder diese mit ihm herausarbeiten, falls er diese nicht selbst bereits klar konkretisiert hat. Dies ist der Studie zufolge häufig der Fall – und hier unterstützt die Software den Berater mit einem individuell auf den Kunden zugeschnittenen Handlungsplan, der auch verschiedene Szenario-Analysen ermöglicht.

 

Fotoquelle: Shutterstock – Zapp2Photo ID478985059

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