18.07.2017

Interview mit Norbert Leist

Norbert Leist war seit 2003 bei der Sparkasse Karlsruhe beschäftigt, in seiner letzten Funktion als Leiter Kundengruppenmanagement gewerblich.

Redaktion: Herr Leist, was war Ihre Aufgabe bei der Sparkasse Karlsruhe als Leiter Kundengruppenmanagement gewerblich?

Norbert Leist (NL): Kurz zusammengefasst könnte man sagen, dass ich die rechte Hand des Firmenkundenvorstandes war. Etwas weiter ausgeholt, habe ich mich gemeinsam mit dem Vorstand und den Abteilungsdirektoren um die Vertriebsstrategie der Sparkasse im gewerblichen Kundengeschäft gekümmert und diese in praxistaugliche Konzepte übersetzt. Abgerundet wurde die Aufgabe meines kleinen Bereichs mit der Unterstützung der Firmen- und Gewerbekundenberater in sämtlichen Change-Prozessen.

Redaktion: Welches war Ihr spannendstes Projekt in dieser Zeit?

NL: Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, da sämtliche Projekte auf ihre Art spannend waren. Am meisten geprägt haben mich jedoch zum einen das Projekt „Neustrukturierung des gewerblichen Vertriebs“, in dem ich als Mitglied der Projektleitung gemeinsam mit dem Projektleiter nahezu alle für den Vertrieb relevanten Themen – begonnen bei der Segmentierung, über die Betreuungskonzeption und effiziente Prozesse bis hin zum Pricing und der Steuerung der Mitarbeiter – vollständig untersucht, aktualisiert und geschult habe. Zum anderen aber auch mein letztes „Projektthema“ – die Optimierung der gewerblichen Giromodelle. Neben der reinen Ertragssteigerung lag hier der Fokus mitunter auf einer Verschlankung der unterschiedlichen Bestandsvarianten sowie einer Prozessoptimierung im Bereich von Sonderkonditionsgenehmigungen sowie dem Aufbau eines Sonderkonditionscontrollings zur Schaffung von Transparenz über entgangene Erträge – das Thema rein unter dem Aspekt des Pricings zu sehen, wäre aus meiner Sicht zu kurz gesprungen.

Redaktion: Was hat Sie bewogen, zu QIDF zu wechseln?

NL: Spontan würde ich sagen – mein gründlich abgewogenes Bauchgefühl. Aber entscheidend ist, wie dieses beeinflusst wurde. Ich hatte eine hervorragende Zeit bei der Sparkasse – sowohl während meines Studiums als auch in meinen anschließenden Positionen hatte ich stets größtmögliche Flexibilität bei der Entwicklung des Aufgabenbereichs und meiner Persönlichkeit – ich konnte stets etwas Neues aufbauen und mitentwickeln. Daher und aufgrund meines super Teams hat mein Magen doch einiges zu verdauen gehabt, bevor er sich für QIDF entschieden hat. Ausschlaggebend für mich war und ist, dass QIDF und Leist ein wesentliches Charaktermerkmal tragen – wir wollen etwas entwickeln und Dinge permanent optimieren, um so einen Mehrwert zu schaffen – mit FinGOAL! haben wir die Möglichkeit dazu. Zudem beschränkt sich mein Wirkungsbereich jetzt nicht mehr nur auf die Aufgabenstellungen eines Hauses und ich kann somit auch außerhalb von Karlsruhe eine Verbesserung in der Bankenlandschaft mit begleiten.

Redaktion: Welches sind Ihre inhaltlichen „Fokus-Themen“ in den ersten Monaten?

NL: Einiges ist ja bereits aus meinen vorherigen Antworten erkennbar. Meine Kernkompetenz liegt nach sieben Jahren gewerblichem Kundengeschäft in der Sparkasse Karlsruhe definitiv in diesem Segment. Hier beobachte ich neben den strategischen Themen einer Vertriebskonzeption, die einen längeren Change-Prozess bedingen, insbesondere auch kurzfristige Erfolgstreiber wie Pricing- und Prozessoptimierungen, welche ich im ersten Schritt in das Leistungsportfolio von QIDF integrieren möchte. Zudem sehe ich akuten Digitalisierungsbedarf in der Betreuung von Geschäfts- und Gewerbekunden – diesem Bereich wird von Seiten der IT-Dienstleister aus meiner Sicht nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet. Daher sind wir dabei, FinGOAL! auch auf das gewerbliche Kundensegment auszuweiten. Hierzu wollen wir parallel auch einheitliche Regeln in Form eines DIN-Standards vorantreiben, so dass neben der Digitalisierung auch eine Qualitätssteigerung erreicht werden kann. Somit werden wir sowohl für die Banken und Sparkassen als auch deren Kunden einen Mehrwert schaffen. Ich denke, für die ersten Monate ist das ganz sportlich – aber so soll es auch sein.

Redaktion: Vielen Dank für das Gespräch!

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